Christian Chamorel

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Christian Chamorel gehört zu den gefragtesten und vielseitigsten Schweizer Pianisten der jungen Generation.

Sein Konzertrepertoire umfasst sowohl die hochvirtuose solistische Klavierliteratur als auch die intime Welt der Kammermusik. Sein besonderes Interesse gilt den Beziehungen zwischen den unterschiedlichen musikalischen Genres und so hat er sein eigenes Festival Le Mont Musical (Mont-sur-Lausanne/Schweiz) gegründet, in dessen Mittelpunkt die Kammermusik und das Klavierlied stehen.

Chamorel ist selbst auch immer wieder zu Gast bei bedeutenden Festivals, wie dem Klavierfestival Ruhr, dem Menuhin-Festival Gstaad, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, dem Beethoven Festival in Chicago und verschiedenen französischen Festivals (z.B. Les Solistes des Serres d’Auteuil, Lisztomanias, Les Musicales du Golfe). Außerdem konzertierte er in den letzten Jahren auf international bedeutsamen Bühnen (u.a. Konzerthaus Berlin, Prinzregententheater in München, Schloss Elmau, Tonhalle Zürich, Viktoria Hall in Genf, Wigmore Hall in London, Palau de la Musica in Valencia, Musashino Hall in Tokyo) und war live für die BBC London zu erleben.
 
Als Solist spielte Chamorel mit Orchestern wie dem Berner Symphonieorchester, dem Orchestre de Chambre Fribourgeois, der Sinfonietta de Lausanne und der Sinfonietta de Genève. Außerdem begleitete er Künstler von internationalem Ruf wie Christian Gerhaher, Pierre Amoyal und Christoph und Stephan Genz. Mit der Schweizer Geigerin Rachel Kolly d'Alba verbindet ihn seit vielen Jahren eine äußerst erfolgreiche künstlerische Partnerschaft.
 
Christian Chamorel erhielt seine musikalische Ausbildung zunächst am Konservatorium Lausanne und absolvierte dort als Siebzehnjähriger sein Examen mit Auszeichnung. Er setzte seine Studien bei Margarita Höhenrieder und Gerhard Oppitz an der Hochschule für Musik und Theater München fort, wo er im Juli 2004 sein Meisterklassendiplom erlangte. Außerdem erhielt er Unterricht in Liedgestaltung bei Helmut Deutsch. Im Mai 2006 legte er sein Solistendiplom an der Musikhochschule Zürich bei Homero Francesch ab. Bereits zu diesem Zeitpunkt ist die Fachpresse auf das junge Ausnahmetalent aufmerksam geworden und nennt ihn in einem Atemzug mit Größen wie Claudio Arrau und Friedrich Gulda: „Und wenn dann Christian Chamorel aus der Meisterklasse von Homero Francesch die Sonate E-Dur op. 109 nicht nur mit den Händen, auch mit Herz und Verstand gestaltet, dann weiß man, dass die adäquate Beethoven-Interpretation nicht mit Arrau oder Gulda zu Ende gegangen ist" (Neue Musikzeitung).
 
Christian Chamorel ist einer der meistausgezeichneten Schweizer Pianisten. Er ist Preisträger zahlreicher internationaler Wettbewerbe (Gian Battista Viotti, Premio Iturbi, Internationaler Beethoven Klavierwettbewerb in Wien, Förderpreiswettbewerb der Konzertgesellschaft München) und er erhielt außerdem erste Preise von der Genfer Société des Arts und beim ersten internationalen Wettbewerb Les Virtuoses du Futur in Crans-Montana/Schweiz. Chamorel war mehrfach Stipendiat der Förderprogramme der Kiefer Hablitzel Stiftung und des Migros-Verbundes und wurde außerdem mit dem Leenaards-Preis ausgezeichnet. Von der Yamaha Foundation wurde er ebenfalls mit einem Förderpreis geehrt.